Die gegenwärtige Debatte um den Klimawandel rückt Fragen der Vulnerabilität sowie Prozesse von Destruktion, Resilienz und Regeneration von Natur und Mensch in den Mittelpunkt. Es entwickelte sich eine grundlegende Infragestellung des Verhältnisses von Mensch und Natur und der Bedarf einer Neupositionierung und Dezentrierung des Menschen. Wie tragen Musik, Kunst und künstlerische Prozesse zu einer veränderten Mensch-Natur-Beziehung bei und wie verändert eine solche Neupositionierung des Menschen unser Verständnis von Musik und Kunst sowie das Verhältnis von Kunst und Natur? Diese Fragen eines neuen Verhältnisses zwischen Mensch, Musik, Klang und Natur werden in den letzten Jahren regelmäßig in der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Musikwissenschaft und den „Ecomusicologies“ diskutiert. Welche Querverbindungen ergeben sich daraus für Musik, ästhetische Reflexion und künstlerische Praxis? Welchen spezifischen Beitrag können Gender Studies und feministisch Perspektiven zum Verständnis dieser Zusammenhänge leisten? Wie verändert die Debatte um den Klimawandel unsere Vorstellungen von Klanglichkeit der Natur? Eine Zusammenführung von unterschiedlichen Theorien und Handlungsfeldern zu diesem Themenbereich ist das Ziel der geplanten Tagung vom 20. bis 22. Mai 2027 statt. Vorschläge für Beiträge mit Vortragstitel, Abstract (max. 300 Worte) und Kurzbiographie (max. 150 Worte) können gerne bis zum 15. Oktober 2026 an folgende Mail-Adresse gesandt werden: christa.bruestle@kug.ac.at Die Auswahl der Beiträge erfolgt Ende November 2026. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Für den Vortrag (inkl. Hörbeispielen) sind max. 25 Min. Präsentationszeit und zehn Minuten für Fragen vorgesehen. Eine Publikation der Beiträge ist geplant.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem CfP.
Abgabe bis
15.10.2026
|
Analysen zum Zustand der liberalen repräsentativen Demokratie diagnostizieren seit längerem eine tiefgreifende Krise. Spätestens seit dem unübersehbaren Aufstieg rechts-autoritärer Kräfte wird zivilgesellschaftlich und institutionell zum Schutz der Demokratie aufgerufen. Das wirft aus der Perspektive einer (intersektionalen) Geschlechterforschung die Frage auf: Was bedeutet eigentlich in welchen Kontexten Demokratie? Für das Sonderheft werden theoriefokussierte und empirische Beiträge gesucht. Herausgeberinnen sind Christina Brüning, Funda Hülagü, Mike Laufenberg, Johanna Leinius und Inga Nüthen.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem CfP.
Abgabe bis
18.10.2026
|
Für die namensgleiche Tagung, die am 9.&10. Juni 2027 an der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien stattfinden wird, werden Abstracts gesucht.
Kinder sind unsere Zukunft. Menschen, die bereit sind, Kinder zu bekommen oder aufzunehmen und großzuziehen, tragen eine hohe Verantwortung und leisten einen existenziell-wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Das Wohlergehen beider – Kinder wie Eltern – muss daher einer Gesellschaft am Herzen liegen. Dennoch werden Elternschaft und die damit einhergehende, langjährige Übernahme von Care-Arbeiten häufig als eine mit dem Beruf und der Karriere konkurrierende oder gar unvereinbare »Privatangelegenheit« aufgefasst – so auch im Kontext der künstlerischen Ausbildung und beruflichen Praxis im Musikfeld. Die Arbeitstagung »Who cares? Musik und Elternschaft im Kontext institutioneller und gesellschaftlicher Verantwortung« nimmt dieses Verständnis kritisch in den Blick, erkundet seine historische Genese und normative Kraft und hinterfragt die individuellen und strukturellen Bedingungen, unter denen Elternschaft heute im Musikstudium und in Musikberufen realisiert und gelebt wird.
Dabei stehen im neoliberal geprägten Musikfeld tätige Eltern und Personen mit Care-Verantwortung vor spezifischen Herausforderungen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Projektbasierte und prekäre Arbeitsformen, mangelnde soziale Absicherung, unregelmäßige Arbeitszeiten und hohe Flexibilitäts- und Mobilitätsanforderungen sind die Regel. Im Zentrum der Tagung stehen daher Fragen nach der Zugänglichkeit, den Teilhabemöglichkeiten und der Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf sowie nach der institutionellen Verantwortung, die Hochschulen und Kulturinstitutionen in diesem Kontext zukommt.
Besonderes Augenmerk wird dabei auf die ungleiche Verteilung von Arbeitsaufgaben nach Geschlecht gelegt, die empirische Studien kontinuierlich belegen: Frauen und Mütter übernehmen nach wie vor einen Großteil der reproduktiven, unbezahlten Arbeit, die zulasten ihrer beruflichen Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten geht, wobei Alleinerziehende, queere Familienkonstellationen sowie mehrfach marginalisierte Personen – etwa entlang von Ethnizität, Migration oder Behinderung – besonders stark von Mehrarbeit und strukturellen Ausschlüssen betroffen sind und soziale Benachteiligungen erfahren.
Im Zuge der Tagung werden Elternschaft und Care-Arbeit nicht als ein individuelles »Problem« thematisiert, sondern als eine wichtige, verantwortungsvolle gesellschaftliche Aufgabe, die der solidarischen Unterstützung in Ausbildung und Beruf bedarf und institutionelle Verantwortung einfordert. Auf Basis wissenschaftlicher Daten und Analysen sowie künstlerischer Reflexionen soll ein breiter Erfahrungsaustausch zwischen Studierenden, Lehrenden, Künstler_innen, Forschenden sowie Akteur_innen aus Hochschulentwicklung, Gleichstellungsarbeit und Verwaltung Raum gegeben werden, verbunden mit dem Ziel, aktuell bestehende Beobachtungen und Herausforderungen benennen, gegebene Rahmenbedingungen diskutieren und gemeinsam Perspektiven für care-sensible Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Musikfeld entwickeln zu können.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Paper.
Abgabe bis
30.10.2026
|
The student-led conference “Current Questions in the Field of Gender Studies: Student Research from Utrecht and Berlin” (Monday, 1st February 2027 and Tuesday, 2nd February 2027 in Room 2249a) takes an in-depth look at the discipline of Gender Studies in contemporary times. It is an opportunity for emerging Gender Studies researchers to connect with those outside of their city in order to learn from each other and to forge ties of solidarity. The contributions should be in English from Gender Studies MA and early PHD students (maximum 300 words abstract and a short 100 words CV). The conference is aimed to create a space that allows for an engagement with complex questions and enables a variety of discussions, and encourage explicitly all kinds of Gender Studies perspectives to participate. Attached please find the PDF for additional information. The abstract should be submitted by the 30th of October 2026 to the following e-mail address: julia.zimmermann.1[at]gender.hu-berlin.de.
Further Information can be found in the Call for Papers.
Abgabe bis
30.10.2026
|
As women’s and gender studies increasingly become a target of anti-gender, far-right and authoritarian politics, we see an urgent need for internationally grounded research on how these developments are reshaping academic cultures, scholarly practice, teaching and learning, and the place of women’s and gender studies within universities across local, regional and transnational contexts. This special issue welcomes contributions that explore these transformations and reflect on the political, epistemological and ethical questions they raise. The editors ask: What differences and commonalities characterize the current conditions of women’s and gender studies across diverse contexts? What epistemological, political and ethical questions are raised by these ongoing transformations? How does the global rise of the far right shape academic governance, and how does it intersect with the neoliberal paradigm of productivity? To what extent do these developments shed new light on longstanding debates within women’s and gender studies—for example, concerning the relationship between knowledge and politics, or the possibilities and challenges of the institutionalisation of feminism? The editors are particularly interested in contributions that bring international perspectives into conversation and examine both shared challenges and contextual differences. The editors invite abstracts of 150-200 words.
See here for further information.
Abgabe bis
01.11.2026
|
Der Heftschwerpunkt strebt eine intersektionale Verbindung von biologischen, sozialen und kulturellen Aspekten hinsichtlich vergeschlechtlichem Altern an und untersucht dabei Zusammenhänge zwischen Lebensphase und Lebenslage sowie den Praktiken, Diskursen und normativen Erwartungen, die diese herstellen und (de)stabilisieren. Der Call ist bis zum 29.11.2026 geöffnet.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem CfP.
Abgabe bis
29.11.2026
|
Recent scholarship has challenged stereotypes about the role of post-Soviet Muslim republics in international politics. These works emphasize how states like Azerbaijan and the five post-Soviet Central Asian republics are more than just an arena in which regional actors such as Russia, China, Iran, and Türkiye, or more distant actors like the United States or the European Union, vie for influence. These works stress how these states actively shape regional dynamics through local norms and strategic engagement (Cooley 2012, Dadabaev 2021, Schatz 2021). Some studies reveal how a variety of actors in these post-Soviet Muslim republics leverage global legal and financial institutions to reinforce and challenge authoritarian governance at home (Cooley and Heathershaw 2017); others examine how China’s initiatives in the region recalibrate power balances—offering local actors leverage against Russian influence while seeking to avoid new dependencies (Petersen and Pantucci, 2022; Jardine and Lemon 2025). Collectively, this research challenges long-standing stereotypes of isolation, positioning states in these regions as agents in an increasingly multi-polar world; with local elites and other actors (including civil society, activists, and cultural producers) emerging in this new scholarship as adept managers of the tensions between domestic politics and the demands of larger powers.
Despite the emerging focus on Central Asia and the Caucasus as a cornerstone to geopolitical shifts and, separately, a growing scholarship on the politics of gender and sexuality, only recently have scholars have considered the relationship between the geopolitical shifts in these regions and their impact on the politics and norms of gender and sexuality (Shevtsova, 2023; Luciani, 2023; Dall’Agnola and Wilkinson, 2025; Namazov, 2024). To advance this research agenda and as part of the AHRC-DFG project “Transitions: Examining Changing Regimes of Sexuality in Post-Soviet Muslim Republics,” we are organizing a Special Issue in Sexualities to develop this agenda further.
Further Information can be found on the website.
Abgabe bis
01.12.2026
|
This call for submissions to the special issue in Gender, Gender, Work & Organization—a leading platform for amplifying diverse voices and reshaping intellectual spaces—seeks to explore how gendered practices are used or misused, and what consequences they have within organizations and markets. Conceptual, empirical, and methodological papers that address (but are not limited to) the following themes are welcomed:Does the (mis)use of gendered practices in organizations and industries affect various occupations? How do women and men employees navigate gendered practices in women-dominated versus men-dominated industries? Are there differences across these industries? Which specific gendered practices do women and which ones do men (mis)use, and what consequences do these have for organizational culture? How are current discourses shaping gendered practices? Do these gendered practices influence organizational outcomes, outputs, or impacts? How does the production, reproduction, and construction of gender affect business outcomes? Are the effects the same or different within and outside organisations? Ibarra (1993) explained that organizational contexts pose unique challenges for women and minorities when it comes to creating their personal networks. Based on these arguments, how do gendered practices influence women's networks? What are the consequences of women's programs on their networks, and what are the outcomes of these programs for women and men, as well as for organizations? Who are the actors actively constructing, resisting and shaping gendered practices at the different levels? What conditions enable and which ones inhibit production, change, and use of gendered practices? Additionally, how does the portrayal of women and men in business—through media representations and policies—affect leadership stereotypes? What roles do masculine and feminine voices play concerning gendered practices? Could individuals influence and confront gendered practices? Furthermore, how do women with intersectional identities or social experiences—such as LGBTQIA++ individuals or female migrants—create, build, or construct new gendered practices? In what ways do these practices influence organizations, industries, and markets? How are gendered practices shaped within women- and men-dominated industries?
Further Information can be found on the Website.
Abgabe bis
31.01.2027
|