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Call for Papers

Krise und Utopie

Geschlechterperspektiven auf ein „gutes Leben“ (nicht nur) in der Pandemie

Ein gutes Leben braucht neben gesichertem Einkommen, Wohnraum und ausreichender Ernährung ebenso Liebe, Fürsorge, Zugewandtheit, aber auch Kunst und Kultur sowie vieles Weitere mehr. Im Text eines Liedes der Frauenbewegung heißt es: „Her mit dem ganzen Leben – We want bread and roses too“. Viele „Selbstverständlichkeiten“ erhalten durch die Pandemie neue, andere Bedeutungen. Die gegenwärtige Corona-Pandemie mit all ihren krisenhaften Auswirkungen auf das Leben bildet den Ausgangspunkt für das Thema der diesjährigen Jahrestagung „Krise und Utopie. Geschlechterperspektiven auf ein ‚gutes Leben‘ (nicht nur) in der Pandemie“.

„Kann man ein gutes Leben im schlechten führen?“, so fragte Judith Butler mit Bezug auf Theodor W. Adorno. Mit dem Begriff der „Krise“ wird auf eine schwierige Situation verwiesen, die gleichsam einen Wendepunkt oder Entscheidungspunkt markiert. Die Krise kann demnach Anzeichen für eine drohende Katastrophe sein, zugleich wohnt ihr auch das Potenzial zu ihrer Überwindung inne. „Utopie“ hingegen lässt alternative Entwürfe für zukünftiges (Zusammen-)Leben und die Neugestaltung von Geschlechterordnungen aufscheinen. Welche Fragen und Antworten zum „guten Leben“ kommen aus der Geschlechterforschung?

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.

Abgabe bis 16.05.2021 | Papersprache deutsch und englisch

(K)ein Geschlecht oder viele?Vol. II

Forschungswerkstattdes Netzwerks Frauen-und Geschlechterforschung NRW

In der Frauen-und Geschlechterforschung, den Gender und Queer Studies kann über Grenzen hinausgedacht werden. Sie haben von Beginn an –mal stärker, mal weniger stark –Politik und Wissenschaft miteinander verbunden und dabei (Forschungs-) Fragen verfolgt, die im Rahmen einer einzelnen Disziplin kaum zu beantworten sind. Insofern ist die Geschlechterforschung immer schon ein inter-, trans- und/oder multidisziplinäres wissenschaftliches Feld gewesen. Hieraus ergeben sich im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit einige Herausforderungen. So stellen unterschiedliche Auslegungen von Begrifflichkeiten, verschiedene Wissenschaftssprachen oder Konkurrenzverhältnisse der Fächer die inter-, trans- oder multidisziplinäre Zusammenarbeit oft genug auf die Probe. Der Mittelbauworkshop 2021 des Netzwerks Frauen-und Geschlechterforschung NRW will in Form einer Forschungswerkstatt Habilitierende, Promovierende und Masterstudierende zum inhaltlichen Austausch über ihre Projekte ermutigen. Im Anschluss an den Mittelbauworkshop 2020, soll in diesem Jahr die Auseinandersetzung um Geschlecht/Gender/Queer unter der Fragestellung: (K)ein Geschlecht oder viele? Vol. II –Geschlecht/Gender/Queer als Perspektiven in der Wissenschaft fortgesetzt wer-den. Der Werkstattcharakter der Veranstaltung spiegelt die Offenheit des Formats wider: Die Teilnehmenden bringen ihre eigenen Fragestellungen ein und mobilisieren im Lernzusammenhang der Gruppe die vorhandene wissenschaftliche Expertise. Thema einer Präsentation kann z.B. die Auswertung des Quellenmaterials, die theoretische Konzeptualisierung einer Forschungsfrage oder Ähnliches aus Ha-bilitationen, Dissertationen, Masterarbeiten bzw. anstehenden Publikationen sein.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.

Abgabe bis 16.05.2021 | Papersprache deutsch und englisch

Die nicht-binäre Erhebung von Geschlecht: Möglichkeiten, Herausforderungen, Perspektiven

Call for Papers Online-Workshop Universität Bielefeld

Seit Ende 2018 gibt es in Deutschland, neben „männlich“ und „weiblich“,auch die Geschlechtsoption „divers“ im Personenstandregister. Die rechtliche Anerkennung der Existenz von mehr als zwei Geschlechtern in Deutschland muss sich jedoch in vielen Bereichen des Lebens erst schrittweise etablieren. So gibt es in Deutschland bislang kaum belastbare und bundesweite Datenquellen der amtlichen Statistik oder Forschung, welche das Geschlecht jenseits von den Kategorien männlich und weiblich erfassen. Dies verhindert die statistische Sichtbarkeit gesellschaftlicher Gruppen und macht es empirischer Forschung schwer bis unmöglich diesen Aspekt sozialer Realität angemessen abzubilden. Die Auflösung binärer Geschlechterkategorien in der empirischen Forschung verschiedener Disziplinen ist daher nicht nur notwendig und eröffnet zahlreiche neue Forschungsmöglichkeiten, sondern deren Umsetzung in der Datenerhebung stellt Forschende auch vor eine Reihe neuer Herausforderungen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.

Abgabe bis 31.05.2021 | Papersprache deutsch und englisch

Ernährungspraxis im Wandel

Call for Papers Zeitschrift GENDER (3/2022)

Ernährung ist nicht bloß eine physische Notwendigkeit, sondern mit sozialen Praktiken verbunden, die eine starke Identifikations- und Distinktionsfunktion besitzen. Dies schließt Ernährungswissen, Lebens-mittelproduktion, Zubereitung von Speisen, Mahlzeiten und mediale Auseinandersetzung mit Essen und Ernährung ein. Diese Praktiken sind auf verschiedene Arten mit Geschlechterverhältnissen verschränkt. So wird aus sozialkonstruktivistischer Perspektive untersucht, wie über Ernährungspraktiken Geschlecht hergestellt wird – z. B. anhand der Wahl von Lebensmitteln, ihrer Zubereitung oder medialen Darstel-lung. Dass Ernährung als Versorgungsarbeit sowie der Zugang zu Ressourcen der Nahrungsmittelproduktion zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt ist, wird aus der Perspektive von Caretheorie und feministischer Ökologiekritik herauszuarbeiten sein.

CfP Deutsch | CfP Englisch

Abgabe bis 13.06.2021 | Papersprache deutsch und englisch

wie ://sprechen wir #feminismus?// neue globale Herausforderungen

FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur | Ausgabe 70

Unter dem Titel wie ://sprechen wir #feminismus?// neue globale Herausforderungen beschäftigt sich das für Winter 2021/22 geplante Themenheft mit der aktuellen Wiederbelebung und Reartikulation eines geschichtsmächtigen Begriffs. Nachdem der Feminismus zugunsten eines scheinbar inklusiveren Verständnisses von antidiskriminierender und intersektionaler Diversity etwas in den Hintergrund geraten war, nachdem also im akademischen Kontext statt Frauenforschung Gender Studies in den Fokus rückten, erlebt er gegenwärtig eine – zunehmend netzaffine – politische und kulturelle Wiederentdeckung.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website der FKW.

Abgabe bis 15.06.2021 |