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Call for Papers

Sammelband Gender, Care, Digitalisierung

Call for Papers

Die Fakultät für Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn arbeitet derzeit an einem Sammelband der die Themenfelder und Perspektiven zu *Gender, Care und Digitalisierung* zusammenführt. Der Sammelband erscheint in der Reihe "Arbeitsgesellschaft im Wandel" im Beltz-Juventa Verlag. Grundlage ist ein breites Verständnis von Care, dass sich nicht nur auf direkte Mensch- zu Mensch Interaktionen bezieht, sondern auch die Mensch- zu - Maschine Interaktionen. In dem Sammelband sind jedoch zudem die Bearbeitung von zwei Themenkomplexen vorstellbar:

  1. In den letzten Jahren sind feministische Forscher*innen und Webseiten im Internet immer wieder Zielscheibe von (rechts-) konservativen Vertreter*innen geworden. Welche Strategien der "Netzpflege" und -sorge entwickeln Aktivit*innen wie Forscher*innen um damit umzugehen? Welche Art der Netzpflege bedarf es ggf.?
  2. Algorithmen, Maschinelles Lernen, Cyber-Physical Systems u.v.a. digitale Technologien werden zunehmend entwickelt und in Anwendungskontexte implementiert. Wie kann geschlechter- und diversityorientierte Technikentwicklung aussehen? Welche aktuellen Herausforderungen stellen sich dabei im Vergleich zu vorherigen (nicht vernetzten und automatisierten) Technologieentwicklungen?

Wenn Du oder Sie sich dazu vorstellen könnt einen Beitrag zu diesen oder verwandten Themenfeldern zu verfassen oder Autor*innen kennst, die dazu arbeiten, wird um die Einreichung eines 1-2 Seiten langen Abstracts bis zum 28.10. bei: Mara Kastein <mara.kastein[at]uni-paderborn.de> und/oder Lena Weber <leweber[at]mail.upb.de> gebeten.

Abgabe bis 28.10.2020 |

Optimierte Männlichkeit(en)

Workshop - Marie Jahoda Center for International Gender Studies und Kunstgeschichtliches Institut der Ruhr-Universität Bochum

In den letzten Jahrzehnten haben sich in nahezu allen Lebensbereichen vielfältige Methoden zur Selbstoptimierung entwickelt. Es steht nunmehr ein Konglomerat an z. B. medizinischen, biologischen, technologischen, sport- und ernährungsideologischen, kosmetischen, psychologischen oder autodidaktischen Verfahren zu Verfügung, um Identität und Körper zu formen sowie die eigene Leistung zu steigern. Dabei werden Optimierungsmethoden nicht nur eingesetzt, um tatsächliche Nachteile auszugleichen, wie etwa im Fall des Funktionsverlusts von Organen. Darüber hinaus hat sich innerhalb westlicher Leistungsgesellschaften vielmehr ein Imperativ, also eine Forderung zur Selbstoptimierung entwickelt. Es ist demnach ein kollektiv praktizierter Kult zur Verbesserung von Körper, Selbst und Leistungsfähigkeit zu beobachten. Mit diesen tiefgreifenden Wandlungsprozessen des Faktors Leistung verändert sich zugleich ein essenzieller Parameter für die Geschlechterkategorie Männlichkeit.

Daran anknüpfend stellen sich u. a. folgende Fragen, die für die Vorträge als Orientierung dienen können, jedoch nicht auf diese beschränkt sein müssen:

  • Wie wirken sich unterschiedliche Maßnahmen der Optimierung sowie die Forderung nach deren Anwendung auf Männerkörper und Maskulinität als Geschlechtsidentität aus?
  • Inwiefern muss der Mythos einer genuin maskulinen Identität, die dem Stereotyp des muskulösen männlichen Idealkörpers vermeintlich inhärent ist, revidiert werden, sobald Männlichkeit als Geschlechterkategorie unabhängig vom biologischen Körper angeeignet werden kann? Welche queeren Männlichkeiten entstehen?
  • Wie stellt sich die Beziehung zwischen Körper und Geschlecht vor diesem Hintergrund dar?
  • Verändern sich Machtgefälle zwischen Norm und Alterität, sobald Leistungspotenziale und/oder phänotypische Zugehörigkeiten zur Norm z. B. medizinisch erworben werden können?
  • Welche Perspektiven zeigen sich in Gegenentwürfen zum Konzept der optimierten Männlichkeit?

Willkommen sind Beitragsvorschläge, die sich an diesen Fragen orientieren, jedoch nicht auf diese beschränkt sein müssen.

Bei Interesse senden Sie bitte bis zum 31.10.2020 einen Abstract (ca. 300 Wörter) sowie einen kurzen CV an Katharina BojeMaximiliane Brand und Maike Wagner.
Insbesondere ermutigen wir Nachwuchswissenschaftler*innen, sich mit einem Beitragsvorschlag zu bewerben.

Workshopteilnehmer*innen werden gebeten, einen etwa 30-minütigen Vortrag für den 12.02.2021 vorzubereiten.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 wird der Workshop nicht vor Ort an der Ruhr-Universität, sondern in jedem Fall online per Zoom-Konferenz stattfinden.

Abgabe bis 31.10.2020 |

Schwarze Feminismen

Femina Politica | Ausgabe 2/2021

Schwarze feministische Theorien und aktivistische Perspektiven aus politischen Kämpfen sind so alt wie feministische Bewegungen insgesamt. Cécile Fatiman, Sojourner Truth, Yaa Asantewaa, Ida B. Wells, Claudia Jones u.a. nannten sich selbst nicht ‚Feministin’ und doch traten sie für die Abschaffung und Überwindung von Versklavung (Abolitionismus) und Kolonialismus, gegen Rassismus und Kapitalismus sowie für Geschlechtergerechtigkeit und internationale Solidarität ein. Vor diesem Hintergrund kritisierten und analysierten afrikanische und afrodiasporische Aktivist*innen unter Einbezug geteilter Kämpfe und verschiedener Wissensbestände die Verschränkungen gesellschaftlicher Herrschafts- und Unterdrückungsverhältnisse. Auch innerhalb US-amerikanischer feministischer Bewegungen ab den 1970er Jahren, waren es Schwarze Feminist*innen wie u.a. das Combahee River Collective und Patricia Hill Collins, die forderten, das strukturelle Ineinandergreifen und die Verwobenheit von gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen zu thematisieren.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.
CfP Deutsch | CfP Englisch

Abgabe bis 15.12.2020 | Papersprache deutsch und englisch

Arbeiten in der Corona-Krise

CfP der Zeitschrift ARBEIT

Die Folgen der Corona-Pandemie verändern die soziale Ordnung von Produktion und Reproduktion. Die Auswirkungen der Krise erstrecken sich auf die Arbeitsmarktdynamik, die innerbetriebliche Strukturierung von Erwerbsarbeit, die Anforderungen an vielen Arbeitsplätzen sowie die Verteilung und Anerkennung von bezahlter und unbezahlter Carearbeit. Hierbei zeichnen sich strukturelle Ver- änderungen in der gesellschaftlichen Organisation produktiver und reproduktiver Arbeit ab.

Willkommen sind Textvorschläge zu den folgenden (oder angrenzenden) Themenpunkten aus theoretischer, empirischer, national, transnational oder international vergleichend gerahmter Forschungsperspektive:

  •  Welche strukturellen Verschiebungen im Arbeitsmarkt treten in der Pandemie auf?
  •  Wie verändern sich transnationale Beschäftigungssysteme und Arbeitsmärkte infolge von nationalen Arbeits- und Einreisebeschränkungen bzw. -verboten?
  •  Welchen Logiken folgt die soziale Konstruktion von Berufen als „systemrelevant“ im Rahmen der Care-Krise in pandemischen Zeiten?
  •  Welche Erkenntnisse versprechen vergleichende Perspektiven auf Branchen, Regionen, Länder oder Ländergruppen?
  •  Welche Muster zeigt die Digitalisierung von Arbeit und Erwerb unter Bedingungen des neuen Gesundheitsschutzes?
  •  Wie beeinflusst die Pandemie die geschlechterdifferenzierende Arbeitsteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen Entwicklungstendenzen von Re-Traditionalisierung und Egalisierung?
  •  Was sind Folgen dieser Wandlungsprozesse für die betriebliche Mitbestimmung und Interessenvertretung?

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.

Abgabe bis 15.01.2021 | Papersprache deutsch