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Vert.-Prof. Dr. Nina Verheyen

Professorin , Fakultät für Geschichtswissenschaften , Ruhr-Universität Bochum

Assoziierte Professur

Transnationale Geschichte des 19. Jahrhunderts

Vita

Nina Verheyen hat Geschichte und Soziologie an der Humboldt-Universität und der Freien Universität studiert und war Erasmus-Studentin der Filmwissenschaften an der Università Roma Tre. Sie wurde 2008 an der Freien Universität promoviert mit einer Untersuchung zur Geschichte alltäglicher ‚Diskussionslust‘ nach dem Zweiten Weltkrieg in westdeutsch-amerikanischer Perspektive, bearbeitet als Visiting Scholar an der Columbia University, als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung sowie als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes („summa cum laude“, Vandenhoeck & Ruprecht 2010).

Nach der Promotion war Nina Verheyen für kürzere Zeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ sowie an der Universität Wien und dann von 2011 bis 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie Akademische Rätin auf Zeit an der Universität zu Köln, ergänzt um ein Jahr als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. In dieser Zeit hat sie ihr zweites Buch zur Geschichte der Konstruktion und Erfahrung ‚persönlicher Leistung‘ im langen 19. und frühen 20. Jahrhundert geschrieben (Hanser Berlin 2018, Lizenzausgaben u.a. Bundeszentrale für politische Bildung 2019). Die fachwissenschaftliche Monografie, die sich gezielt an eine breitere Leser:innenschaft richtet, wurde im Sommer 2021 in umgearbeiteter und erweiteter Fassung an der Universität zu Köln als Habilitationsschrift eingereicht. Dort wurde Nina Verheyen im Juli 2022 in Neuerer Geschichte habilitiert.

Nina Verheyen war vom SoSe 2019 bis einschließlich SoSe 2021 Mercator Research Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und vertritt seit dem WiSe 2021/22 für ein Jahr die Professur für Transnationale Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Ruhr-Universität Bochum.

Arbeitsschwerpunkte

Nina Verheyens Forschungsschwerpunkte umfassen deutsche und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in transatlantischen und globalen Bezügen, Kultur- und Alltagsgeschichte, Geschichte der Männlichkeiten, der Gefühle und der Alltagskommunikation. Ein weiteres Interesse gilt den Praktiken geschichtswissenschaftlichen Schreibens sowie der Verbindung von Geschichtstheorie mit Fragen der Public History und des Wissenstransfers

Veröffentlichungen (Auswahl)

 

  • Die Erfindung der Leistung, Berlin: Hanser Berlin 2018; Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019; Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2018.


  • Diskussionslust. Eine Kulturgeschichte des „besseren Arguments“ in Westdeutschland, Dissertation FU-Berlin 2008 [Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft Bd. 193], Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2010.

 

  • Heide Schlüpmann spricht sehr direkt, in: Zeitschrift für Ideengeschichte, Themenheft: H wie Habermas, Heft XV/3, Herbst 2021 [im Druck].
  • Wer schreibt Geschichte für wen? Fachsachbücher in Geschichtskultur und Geschichtswissenschaft, in: dies., Cord Arendes u.a. (Hg.) Geschichtswissenschaft im 21. Jahrhundert. Interventionen zur aktuellen Debatte, Berlin: De Gruyter 2020, S. 27-36.

 

 

Fächergruppe

Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung