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Priv.-Doz. Dr. phil. habil. Corinna Herr

Musikwissenschaftlerin, Musikwissenschaftliches Institut, Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Vita

Corinna Herr studierte in Bochum und London. M.A. 1995 an der Ruhr-Universität Bochum. Promotion 2000 an der Univ. Bremen bei Prof. Dr. Eva Rieger ("Medeas Zorn. Eine 'starke Frau' in Opern des 17. und 18. Jahrhunderts". Herbolzheim 2000).

DFG-Förderung der Habilitationsschrift 2003–2006. Habilitation 2009 an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit zu hoch singenden Männern und zur Gesangsästhetik zwischen 1550 und ca. 1980. Sie war Lehrbeauftragte u.a. am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Paderborn/Hochschule Detmold sowie der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Seit dem WiSe 2011/12 hatte sie Vertretungsprofessuren im Fach Musikwissenschaft an den Universitäten des Saarlandes, Bayreuth, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Hochschule für Musik und Tanz Köln inne.

Sie war Mitglied in der internationalen Arbeitsgruppe "Italian Opera in Central Europe", stellvertretende Sprecherin der Fachgruppe Frauen- und Geschlechterforschung (2002–2005) und Sprecherin der Fachgruppe Soziologie und Sozialgeschichte der Musik (2010–2013) in der Gesellschaft für Musikforschung.

Aktuell leitet sie das DFG-Projekt "Selbst-Darstellungen klassischer Interpret_innen bei YouTube" (Eigene Stelle) an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

Arbeitsschwerpunkte

Musiktheater; Musik in der digitalen Kultur; Geschichte, Theorie und Ästhetik der Singstimme; Historische Anthropologie; Historische Aufführungspraxis; Kulturwissenschaftliche Konzepte und Genderforschung in der Musikwissenschaft.

Forschungs- und Praxisprojekte (Auswahl)

2019 - 2022
Selbst-Darstellungen klassischer Interpret*innen bei YouTube (DFG-Projekt)

Veröffentlichungen (Auswahl)

Monographien und Herausgaben:
Medeas Zorn. Eine 'starke Frau' in Opern des 17. und 18. Jahrhunderts. Herbolzheim 2000.

Gesang gegen die 'Ordnung der Natur'? Kastraten und Falsettisten in der Musikgeschichte. Kassel u.a. 2. rev. A. 2013.

C.H., Monika Woitas (Hg.): Musik mit Methode: Neue kulturwis­senschaftliche Perspektiven. Köln, Weimar (Böhlau Verlag) 2006.

C.H., Norbert Dubowy, Alina Żórawska-Witkowska (Hg.): Italian Operain Central Europe 1614–1780. Vol. 3: Opera Subjects and European Relationships. Berlin 2007.

C.H., Herbert Seifert, Andrea Sommer-Mathis, Reinhard Strohm (Hg.): Italian Opera in Central Europe 1614-1780. Vol. 2: Italianità: Image and Practice. Berlin 2008.

C.H., Arnold Jacobshagen, Kai Wessel (Hg.): Der Countertenor. Die männliche Falsettstimme vom Mittelalter zur Gegenwart. Mainz u.a. 2012.

C.H., Arnold Jacobshagen,Thomas Seedorf (Hg.): Tenor: Mythos, Geschichte, Gegenwart. Würzburg 2017.

Aufsätze:

„Pop-Appeal“ oder mehr? Klassische Musik bei YouTube. In: Musiktheorie: Zeitschrift für Musikwissenschaft. 33. Jg., H. 4/2018, hg. von Gregor Herzfeld, S. 319–331.

Musik "ergreift das Herz und dringt bis ins Innerste der Seele": Leidenschaft und Affektübertragung in der Frühen Neuzeit. In: Carola Bebermeier, Evelyn Buyken, Gesa Finke (Hg.): Passions. Leid und Leidenschaft. Würzburg 2017, S. 34–68.

Musik als Mittel der Selbst-Konstruktion? Christoph Schlingensiefs Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir (2008). In: Die Musikforschung 3 (2016), S. 249–264.

The singing prophetess: Mary of Magdala in Bach’s St. Matthew Passion. In: Peter Loewen, Robin Waug (Hg.): Mary Magdalene in Medieval Culture: Conflicted Roles. New York, Oxford et al. 2014, S. 258–275.

Der Mythos der femme forte in Händels Alcina. In: Händel-Jahrbuch 54 (2008), S. 161–182.

Where is the Female Body? Androgyny and other Strategies of Disappearance in Madonna’s Music Videos. In: Santiago Fouz-Hernández, Freya Jarman-Ivens (Hg.): Madonna’s Drowned Worlds: New Approaches to her Cultural Transformations, 1983–2003. Aldershot/New York 2004, S. 36–52.

Expertise für

Musik, musikwissenschaftliche Genderforschung, Musik in der digitalen Kultur, Historische Aufführungspraxis, Kastraten, Musiktheater.

Fächergruppe

Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung