Dr. Anna Seidel
Forschung und Wissenschaftskommunikation,
Germanistisches Institut , Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
Vita
Dr. Anna Seidel ist Literaturwissenschaftlerin und Kulturpoetin. An ihr Germanistik- und Soziologiestudium an der Universität Münster ab 2006 schloss sie ebendort ab 2010 das Masterstudium der Komparatistik/Kulturpoetik an. Das kulturpoetische Promotions-Projekt mit dem Titel „Retroaktive Avantgarde. Manifeste des Diskurspop“ hat sie 2021 abgeschlossen – das Buch ist Anfang 2022 bei Vandenhoeck & Ruprecht in der Reihe „Westwärts. Studien zur Popkultur“ erschienen. Von 2014-2021 hat Anna Seidel am Germanistischen Institut in Münster als wissenschaftliche Mitarbeiterin geforscht, gelehrt und allerhand organisiert. Forschungsaufenthalte brachten sie regelmäßig an die University of Alberta in Edmonton, Kanada. Von April 2021 bis März 2024 hat sie an der Universität Innsbruck als Postdoktorandin im Sonderforschungsbereich Transformationen des Populären gearbeitet. Danach ist sie von April 2024 bis September 2025 noch einmal als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Institut der Universität Münster tätig gewesen. Seit Oktober 2025 arbeitet Anna Seidel am Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Dortmund. Neben ihrer Forschung zählt hier die Wissenschaftskommunikation zu ihren Aufgaben.
Anna Seidel ist Mit-Herausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift testcard. beiträge zur popgeschichte und schreibt als freie Autorin für verschiedene Publikationen.
Arbeitsschwerpunkte
Zu Anna Seidels Forschungsschwerpunkten gehören Popkultur, Avantgarden, Feminismen, Zeitschriften sowie die Weimarer Republik. Ihr aktuelles Projekt hat den Arbeitstitel: „Illustrierte Stilbildung in den Zeitschriften der Weimarer Republik. Feuilletons – Ratgeber – Reklame“.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Monographien
- Anna Seidel: Retroaktive Avantgarde. Manifeste des Diskurspop (= Westwärts. Studien zur Popkultur #5). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2022. 388 S.
- Anna Seidel gemeinsam mit Kerstin Wilhelms, Immanuel Nover, Moritz Baßler, Melanie Schiller, Matthias Schaffrick, Eva Stubenrauch, Lea Espinoza Garrido, Jan Herbst, Thomas Ernst, Christoph Jürgensen: Rammstein: Deutschland. Pop, Politik, Provokation. Stuttgart: Metzler 2022. 187 S.
Herausgeberschaften (Auswahl)
- gemeinsam mit Maren Lickhardt: Kulturwissenschaftliche Zeitschrift. Sonderausgabe: Pop und Populismus in den Unterhaltungsmagazinen um 1933. 158 S.
- Anna Seidel gemeinsam mit Holger Adam, Roger Behrens, Jonas Engelmann, Frank Apunkt Schneider, Laura Schwinger, Jana Sotzko, Christian Werthschulte und Johannes Ullmaier (Hg.): testcard. beiträge zur popgeschichte #27: Rechtspop. Mainz 2023. 296 S.
- Anna Seidel gemeinsam mit Moritz Baßler, Michael Custodis und Thomas Mania (Hg.): Ludwig lebt! Beethoven im Pop. Münster 2020. 214 S.
- Anna Seidel gemeinsam mit Holger Adam, Roger Behrens, Jonas Engelmann, Frank Apunkt Schneider, Laura Schwinger, Jana Sotzko, Christian Werthschulte und Johannes Ullmaier (Hg.): testcard. beiträge zur popgeschichte #26: Utopien. Mainz 2019. 336 S.
- Anna Seidel gemeinsam mit Roger Behrens, Jonas Engelmann, Frank Apunkt Schneider, Jana Sotzko und Johannes Ullmaier: testcard. beiträge zur popgeschichte #25: Kritik. Mainz 2017. 304 S.
Aufsätze (Auswahl)
- [in Vorbereitung] Anna Seidel: Die Arbeiterin (wird) erzählt. Weibliche Prekarität in den Illustrierten der Weimarer Republik, in: Iuditha Balint und Eva Blome (Hg.): Sprache und Literatur 1/2026: Narratologie des Prekären. Zur Erzählbarkeit sozialer Verhältnisse in der Literatur der Weimarer Republik.
- Anna Seidel: Reiseliteratur revisited – Christiane Rösingers Berlin-Baku, in: Sebastian Berlich, Holger Grevenbrock und Katharina Scheerer (Hg.): Where Are We Now? Orientierungen nach der Postmoderne. Bielefeld 2022. S. 207-214.
- Anna Seidel: (Keine) Manifeste und ein Hot Topic: Popfeminismus, in: Textpraxis. Digitales Journal für Philologie. Sonderausgabe #5 (2.2021): The Sound of Germany – Wie politisch ist der deutsche Pop? hg. von Kerstin Wilhelms und Immanuel Nover.
Handbuchartikel
- Anna Seidel: Grrrl Zines und Agency: „We’re Bikini Kill and we want Revolution Girl Style Now!”. In: Sabina Fazli und Oliver Scheiding (Hrsg.): Handbuch Zeitschriftenforschung. Bielefeld 2022.
- Anna Seidel: Geschlechterverhältnisse im Pop, Popfeminismus. In: Moritz Baßler und Eckhard Schumacher (Hrsg.): Handbuch Literatur & Pop (= HKP. Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie). Berlin / New York 2019. S. 119-129.
- Anna Seidel gemeinsam mit Philipp Pabst: Strukturalismus, Semiotik und Pop. In: Moritz Baßler und Eckhard Schumacher (Hrsg.): Handbuch Literatur & Pop (= HKP. Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie). Berlin / New York 2019. S. 96-109.
Expertise für
Popkultur, Avantgarden, Zeitschriften
Fächergruppe
Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung