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Familiale Pflege unter den Bedingungen der G-DRG's

Modellvorhaben zur Entwicklung von Unterstützungsstrukturen für die Vorbereitung der häuslichen Pflege im Verbund von Krankenhäusern mit Volkshochschulen und Familienbildungsstätten im Ruhrgebiet und in Ostwestfalen-Lippe

Leitung

Prof. Dr. Katharina Gröning

Netzwerkprofessur
Pädagogische Beratung und Diagnose unter besonderer Berücksichtigung der gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse

Universität Bielefeld
Fakultät für Pädagogik

MitarbeiterIn(nen)

Dr. Heinrich Lienker (In Consult GmbH) Sigmar Fischer (Heimvolkshochschule Haus Neuland) Monika Hansel (Heimvolkshochschule Haus Neuland) Bianca Röwekamp

Kurzbeschreibung

Durch die Einführung der G-DRG's an Krankenhäusern in Deutschland wurde eine neue ökonomische Logik implementiert, die auf mehr Versorgungseffizienz abzielt und dazu führt, dass sich die Verweildauern von PatientInnen um rund ein Viertel absenken. Hier sind gravierende Folgen besonders für ältere Pflegebedürftige und die sie versorgenden Familien feststellbar. Die Familien, die sich zur Verantwortungsübernahme bereit erklären, müssen eine deutlich höhere Verantwortung übernehmen, müssen zum Teil sehr schnell eine Ent-scheidung für oder gegen die häusliche Pflege im Krankenhaus treffen und das häufig ohne Vorbereitung auf die häusliche Pflege. 

Ansatzpunkt des Projektes ist deshalb die Förderung und Weiterentwicklung von Unterstützungsstrukturen im Rahmen der familialen Altenfürsorge. Zentriert sind hier Beratungsangebote innerhalb der Pflegeüberleitung und des Entlassungsmanagements in Krankenhäusern und Bildungsangebote für pflegende Angehörige besonders in Volkshochschulen und Familienbildungsstätten in Ostwestfalen-Lippe und im Ruhrgebiet. 

Durch den spezifischen Zuschnitt des SGB XI sind bisherige Angebote sowohl in Krankenhäusern als auch in Bildungseinrichtungen zu funktional und zu sehr verrichtungsorientiert. Ziel ist daher die (Weiter-)entwicklung bestehender Unterstützungen im Hinblick auf eine größere Familiensensibilität. Familiale Entwicklungen innerhalb der Pflege, Generationenbeziehungen, familiendynamische und ethische Grundlagen, frauenspezifische Fragestellungen etc. sollen zentriert werden und bestehende Angebote so bereichern, dass die familiale Altenfürsorge innerhalb eines familialen Netzwerkes und nicht als Aufgabe nur einer Person gefördert und besonders der Beginn einer Pflege nach einem Krankenhausaufenthalt begleitet wird.

Kategorie(n):

Laufzeit:
01.05.2004 - 31.08.2006

Finanzierung:
Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW