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Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege dementiell Erkrankter

Leitung

Prof. Dr. Katharina Gröning

Netzwerkprofessur
Pädagogische Beratung und Diagnose unter besonderer Berücksichtigung der gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse

Universität Bielefeld
Fakultät für Pädagogik

MitarbeiterIn(nen)

Dr. Anne-Christin Kunstmann
Dipl.-Päd. Elisabeth Rensing

Kurzbeschreibung

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt "Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege dementiell Erkrankter" legte seinen Fokus auf die innerfamiliale Entwicklung von Familien, die einen dementiell erkrankten Menschen versorgen. Es bezog dabei die Perspektive der Geschlechterforschung ein, integrierte sozialpsychologische und Netzwerktheorien, die häusliche Pflegeverhältnisse stabilisieren und verlängern, und beschrieb die Lebensphase der Versorgung alter Eltern als Entwicklungsaufgaben des Lebenslaufs und ethische Praxis. die feministische Sozialpolitikanalyse beschrieben: Hier ist Pflege dann nicht Fürsorge, sondern unbezahlte und privatisierte Arbeit, die in die Familie zurückverlagert wird. Es pflegt auch nicht die Tochter die Mutter, um das häufigste Pflegeverhältnis zu charakterisieren, sondern die Frauen pflegen zwangsweise aufgrund der gesellschaftlichen Arbeitsteilung die Alten. Sie tun dies als "doing gender", das heißt, aufgrund von tief verinnerlichten Konditionierungen hat sich im Verlauf der Lebensgeschichte ein weiblicher Habitus herausgebildet, im Rahmen dessen die Frauen die Gesten ihrer Unterwerfung ganz allein vollziehen. Pflege und Fürsorge ist damit Ausdruck eines traditionellen, nicht aufgeklärten Habitus und irgendwie gegen die political correctness. Neben dieser Auseinandersetzung mit momentan dominierenden Diskursen im Feld der familialen Altenfürsorge haben wir eine zweite Ebene der Kritik herausgearbeitet, die sich mit dem Verhältnis von Experten und pflegenden Angehörigen unter besonderer Berücksichtung der Beratung beschäftigt. Ziel ist die Etablierung eines bedarfsgerechten, bedürfnisorientierten und phasenspezifischen Beratungsangebotes für Pflegende dementiell erkrankter Menschen.

Kategorie(n):
Lebenslagen/Lebensformen

Laufzeit:
01.11.2001 - 31.12.2004

Finanzierung:
Ministerium für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes NRW