Skip to main content

Vereinbarkeit von familialer Pflege und Erwerbstätigkeit im öffentlichen Dienst. Begleitforschung eines Modellprojektes der Bezirksregierung Arnsberg im Rahmen der Personalentwicklung

Leitung

Prof. Dr. Katharina Gröning

Netzwerkprofessur
Pädagogische Beratung und Diagnose unter besonderer Berücksichtigung der gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse

Universität Bielefeld
Fakultät für Pädagogik

MitarbeiterIn(nen)

Dr. Anne-Christin Kunstmann
Anja Kölkebeck Elisabeth Rensing

Kurzbeschreibung

Untersuchungen zeigen, dass viele Pflegende ihre Berufstätigkeit stark eingeschränkt oder ganz aufgegeben haben. Dies gilt insbesondere für pflegende Frauen, deren Entscheidung zur Übernahme familialer Pflege massive Auswirkungen auf die eigene Erwerbsbiographie hat. Die in der aktuellen Pflegesituation getroffenen Entscheidungen, z.B. hinsichtlich einer Reduktion der Arbeitszeit oder die Übernahme einer geringer qualifizierten Tätigkeit, haben langfristige Folgen: Karriereknick, geringere Rentenansprüche und damit ein höheres Risiko der Altersarmut sind gravierende Konsequenzen. Die Situation erwerbstätiger Pflegepersonen wird als problematisch und belastend dargestellt, vor allem wenn die Aufgabe der Berufstätigkeit aufgrund ökonomischer Zwänge nicht möglich ist. Parallel dazu ist aber die eindeutig kompensatorische Wirkung der Erwerbstätigkeit für Pflegende zu sehen: Sie dient nicht nur der Existenzsicherung, sondern erhält ein Stück ‚eigenes Leben', sie dient z.B. der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte und bietet Möglichkeiten zur Distanzierung vom Pflegealltag. Beide Pole sind im Kontext eines beratend-unterstützenden Angebotes für pflegende beruftätige Frauen zu berücksichtigen. So müssen einerseits die belastenden As-pekte im Zusammenhang mit der Pflegeverantwortung und der Berufstätigkeit möglichst minimiert werden, wenn eine Aufrechterhaltung der Pflegebereitschaft berufstätiger Frauen angestrebt wird. Gleichzeitig stellt die Berufstätigkeit einen wesentlichen Bereich im Leben von Frauen dar, der identitätsstiftend und ökonomisch wie biographisch von großer Bedeutung und damit zu erhalten ist.

Kategorie(n):
Lebenslagen/Lebensformen

Laufzeit:
01.10.2001 - 31.12.2001

Finanzierung:
Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW