Skip to main content

Raumplanung als vergeschlechtlichtes wissenschaftliches Feld: Eine empirische Erhebung zu Möglichkeiten und Grenzen von Frauen in technischen Disziplinen auf dem Weg zur Professur

Leitung

Prof'in (i.R.) Dr. Ruth Becker

Netzwerkprofessur
Frauenforschung und Wohnungswesen in der Raumplanung

TU Dortmund
Fakultät Raumplanung

MitarbeiterIn(nen)

Dr. Sabine Schäfer
Prof'in Dr. Steffani Engler

Kurzbeschreibung

Ziel des Projekts ist es, die offenen und verborgenen Mechanismen zu ergründen, die Frauen (und Männern) den Weg in das wissenschaftliche Tätigkeitsfeld "Raumplanung" ebnen oder verbauen. Dabei gehen wir, im Gegensatz zu dem in der Literatur weit überwiegenden subjektzentrierten Ansatz, von einem auf das wissenschaftliche Feld zentrierten Ansatz aus. Wir fragen also nicht in erster Linie nach den subjektiven Gründen, die Frauen daran hindern zu promovieren bzw. zu habilitieren, sondern danach, welche Mechanismen Frauen (und Männer) aus der Wissenschaft hinaustreiben oder sie darin halten. Diese Mechanismen sind in unserem Verständnis vergeschlechtlicht. Sie manifestieren sich z. B. in den informellen Hierarchien zwischen den wiss. Beschäftigten, in der Arbeitsorganisation an den Fachgebieten und Instituten, in der individuellen Lehrbelastung, der Beteiligung an Forschungsprojekten oder Veröffentlichungen der jeweiligen (vorgesetzten) ProfessorInnen, in der Verfügbarkeit von Zeit zur eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit., der Belastung mit Dienstaufgaben in der Wissenschaftsverwaltung.usw. Die empirische Analyse dieser Mechanismen soll nicht nur herausarbeiten, was Frauen (und Männer) aus dem wissenschaftlichen Feld hinaustreibt, sondern vor allem auch, was sie darin hält. Die Ergebnisse der Analyse können als Grundlage für Maßnahmen genutzt werden, die mehr Frauen als bisher in den technischen Disziplinen an den Hochschulen hält und ihnen den Weg zur Professur öffnen.

Kategorie(n):
Architektur/Raum/Umwelt, Bildung und Wissenschaft

Laufzeit:
01.07.2001 - 31.12.2001

Finanzierung:
Gefördert vom Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW