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Nation - Kultur - Gender: Konstruktionen der Mütterlichkeit im japanischen, deutschen und italienischen Nationenbildungsprozess zwischen 1860 und 1945.

Leitung

Univ.-Prof. (i. R.) Dr. Michiko Mae

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Philosophische Fakultät

MitarbeiterIn(nen)

Julia Schmitz M.A.

Kurzbeschreibung

Dieses eigenständige Projekt wird ab 2005 im Rahmen des HWP-Programms für zwei Jahre finanziert und bildet zugleich eine wichtige Ergänzung im größeren Zusammenhang des Projekts 1. In diesem Projekt soll die Bedeutung der Genderkonstruktionen im Nationenbildungsprozess in Japan, Italien und Deutschland (als Bezugsgröße) untersucht werden. In allen drei Ländern wurden die Modernisierungsdiskurse gerade durch die Schaffung einer ganz speziellen Genderrolle geprägt. Dabei wurde die Rolle der Frau als nahezu identisch mit der Mutterrolle gesehen. Das Projekt untersucht, wie die hegemonialen Mütterlichkeitsdiskurse im Zusammenhang mit dem Nationenbildungs- und Kulturidentitätsdiskurs in den unterschiedlichen Modernen in Japan, Deutschland und Italien entwickelt wurden. Der Vergleich zwischen den drei Ländern erfolgt mit Blick auf drei Phasen: die Genderkonstruktion im frühen Modernisierungs-/Nationenbildungsprozess (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) feministische Gegendiskurse in der Frauenbewegung (vor allem 1910er und 1920er Jahre) Umformung der Gegendiskurse und Instrumentalisierung im ultranationalistischen Japan bzw. im faschistischen Italien. Von besonderem Interesse ist die Wechselwirkung von dominanten Diskursen und Gegenmodellen. Durch die Aufdeckung des Konstruktionscharakters des (vorherrschenden) Mütterlichkeitsideals können Ansätze entwickelt werden, die ein Bewusstsein heterogener und offener Genderidentitäten ermöglichen.

Kategorie(n):
Geschlechtertheorien, Kultur/Philosophie/Theologie, Lebenslagen/Lebensformen

Laufzeit:
01.01.2005 - 31.12.2006

Finanzierung:
Ministerium für Wissenschaft und Forschung NRW (HWP-Programm)