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Gender-Repräsentationen im Film 1: Gender und Genre. Die Ausdifferenzierung der amerikanischen Filmkomödie, B5. 2: Synchronisation in gender-spezifizierter Perspektive

Leitung

Prof. Dr. Claudia Liebrand

Netzwerkprofessur
Allgemeine Literaturwissenschaft/Medientheorie

Universität zu Köln
Philosophische Fakultät

MitarbeiterIn(nen)

Gereon Blaseio Ines Steiner

Kurzbeschreibung

Das Teilprojekt B5 "Gender-Repräsentationen im Film" des Kulturwissenschaftlichen Forschungskollegs "Medien und kulturelle Kommunikation" (SFB/FK 427) konzeptualisiert eine historische und systematische Matrix von Gender-Repräsentationen im Spielfilm. Fokussiert wird der kulturelle und mediale Akt der Herstellung und Darstellung von "Geschlecht" - mit Blick auf das komplexe Zusammenwirken aller Teilbereiche der filmischen Produktion. Repräsentation, auch die Repräsentation von Gender, soll nicht als Zeichen - resp. Bild - verstanden werden, welches für etwas a priori Gegebenes (das von der Darstellung unabhängig ist) steht. Das Interesse liegt auf dem Vorgang der (medialen, hier: kinematographischen) Konstruktion der Kategorie 'Geschlecht'. Dabei wird davon ausgegangen, daß Filme in Bewegung gesetzte Konstruktionen von Geschlecht und deren Dekonstruktion vorführen. Die Kategorie 'Geschlecht' wird - in Auseinandersetzung mit Butler und der Butlerrezeption - nicht 'biologisch-substantial' definiert, sondern performativ. Das Teilprojekt behandelt dabei das zugrunde gelegte Performanzkonzept in einer Doppelperspektive - aus der Perspektive von gender studies und Medien-, Filmwissenschaften: es gilt, Gender-Konfigurationen als konstitutiv mediale Performationen zu bestimmen. Untersucht werden sollen also die auf doing gender bezogenen filmischen Strategien der Weiblichkeits- und Männlichkeits-Maskerade, die kinematographische Performanz von Geschlecht. Das Medium Film dokumentiert - so die Ausgangshypothese - nicht nur die 'alltagspraktische' Herstellung von 'Weiblichkeit' und 'Männlichkeit' und modelliert und präfiguriert unser Gender-Verhalten, sondern verweist auch selbstreflexiv auf den inszenatorischen und den performativen Aspekt von Gender. Es geht um eine Analyse des doing gender als unhintergehbare Voraussetzung der medialen Praxis: Filme kennen keine 'natürlichen' Körper, sondern ausschließlich Repräsentationen der Geschlechter.

Kategorie(n):
Geschlechtertheorien, Kultur/Philosophie/Theologie

Laufzeit:
2000 - 01.01.2008

Finanzierung:
DFG