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Auf der Suche nach dem verlorenen Nachwuchs – Mobilität und Drop-Out des wissenschaftlichen Nachwuchses

Leitung

Prof. (i.R.) Dr. Sigrid Metz-Göckel

Assoziierte Professur
Allgemeine Hochschuldidaktik / Frauen- und Geschlechterforschung

TU Dortmund

MitarbeiterIn(nen)

Dr. Christina Möller
Petra Selent Dr. Ramona Schürmann Dr. Dorothee Koch Kirsten Heusgen

Kurzbeschreibung

Im Fokus des Projektes "Mobile Drop-Outs" stehen die Karriereverläufe des wissenschaftlichen Nachwuchses. Geschätzt wird, dass nur ein Drittel der jungen Wissenschaftler/innen in Deutschland ihr gesamtes Berufsleben in der Wissenschaft verbringt (Janson et al. 2006). Über die zwei Drittel, die eine Zeitlang im Wissenschaftssystem tätig sind und dann ihren beruflichen Weg außeruniversitär weiterverfolgen, gibt es bislang keine konkreten Informationen. Es ist davon auszugehen, dass die Gründe für das Verlassen der Hochschule (ob mit oder ohne Promotion) nicht nur in den Individuen selbst zu suchen, sondern auch wissenschaftssystemimmanent sind. Es ist zu vermuten, dass hier Selektionsmechanismen wirken, die vor allem hochqualifizierte und motivierte Frauen ausgrenzen, die somit der Wissenschaft verloren gehen. Die forschungsleitenden Fragen sind u.a.: Wie verlaufen die Selektionsprozesse des wissen-schaftlichen Nachwuchses? Wer steigt mit welchem Qualifikationsgrad aus und warum? Und wie verläuft die berufliche Karriere dieser "Hochschulaussteiger/innen"? Und verbleiben tatsächlich die "Besten" in der Wissenschaft? Auf der Basis der Hochschulpersonalstatistik und der Auswertung der Daten ausgewählter Universitäten werden die Ausgeschiedenen seit 2003 genauer verfolgt sowie über Befragungen (quantitativ und qualitativ) Zusammenhänge zwischen Beschäftigungsbedingungen und Promotionserfolg sowie den Abbrüchen, Ausstiegen, Wechseln und Lebensplanungen (z.B. Partnerschaftskonstellationen und Kinder/-wunsch) eruiert. Die Karrierewege außerhalb der Universität, insbesondere in der Industrie und anderen Berufsfeldern, werden in die Untersuchung einbezogen, um zu erfahren, welche Alternativen sich für die jungen Wissenschaftler/innen eröffnen bzw. von ihnen bevorzugt wahrgenommen werden. Dies wird über institutionelle Fallanalysen untersucht, in die sowohl die MINT-Fächer als auch geistes-/kulturwissenschaftliche Fächer einbezogen werden.

Kategorie(n):
Bildung und Wissenschaft, Lebenslagen/Lebensformen

Laufzeit:
01.05.2010 - 30.04.2013

Finanzierung:
Das Projekt „Mobile Drop-Outs“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Bekanntmachung „Frauen an die Spitze“ im Rahmen des Förderbereichs „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung“.