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Umgang mit Heterogenität: Verhältnisse zwischen Behinderung und Geschlecht in der gesamten Lebensspanne

Leitung

Prof. (i. R.) Dr. Ulrike Schildmann

TU Dortmund
Fakultät Rehabilitationswissenschaften

MitarbeiterIn(nen)

Dipl. Reha. Päd. Tina Mattenklodt M. Ed. Wilhelm de Terra

Kurzbeschreibung

Gleichberechtigte soziale Teilhabe behinderter Menschen einschließlich einer integrativen/inklusiven Bildung aller Mädchen und Jungen (vgl. UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen, 2006; von Deutschland 2009 ratifiziert) erfordert auf der einen Seite positive, demokratisch orientierte, pädagogische Arbeitsansätze, auf der anderen Seite aber ebenso eine fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit sozialen Ungleichheitslagen, die zu negativen Zuschreibungen und Statuszuweisungen führen und Behinderung (im sozialen Sinne) hervorbringen. Dieser anderen Seite widmet sich das vorliegende Forschungsprojekt: Es geht um die Untersuchung grundlegender – gesellschaftlich struktureller – Wechselwirkungen zwischen den Strukturkategorien Behinderung, Geschlecht und Alter/Lebensphasen (unter Berücksichtigung von Klasse/Schicht sowie kultureller Herkunft). Ziel ist es zu ermitteln, wie und unter welchen Bedingungen sich die verschiedenen Ungleichheitslagen gegenseitig beeinflussen, verstärken oder ggf. auch abschwächen. 
 
Als theoretische Grundlage für die Untersuchung eignet sich die Intersektionalitätsforschung, die sich sowohl als Weiterentwicklung der Gender-Forschung als auch der sozialen Ungleichheitsforschung versteht. Auf der methodischen Basis von statistischen Sekundäranalysen und gezielten Experteninterviews werden gesundheits-, sozial-, bildungs- und arbeitsmarktpolitische Konstellationen analysiert, die das Verhältnis zwischen Behinderung und Geschlecht in den verschiedenen Altersabschnitten/Lebensphasen kennzeichnen.

Kategorie(n):
Geschlechtertheorien, Körper/Gesundheit/Sport, Lebenslagen/Lebensformen, Psychologie/Pädagogik

Laufzeit:
2010 - 2013

Finanzierung:
DFG