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Erwachsene und ihre Eltern

Leitung

Prof. Dr. Heike M. Buhl
Prof. Dr. Peter Noack (Pädagogische Psychologie der Universität Jena)

Netzwerkprofessur
Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie unter Berücksichtigung der Geschlechterforschung (vormals Entwicklungspsychologie unter besonderer Berücksichtigung der Frauenforschung)

Universität Paderborn
Fakultät für Kulturwissenschaften

Kurzbeschreibung

Gegenstand des 1999-2004 von der DFG geförderten und in Teilfragestellungen weiterhin laufenden Projekts ist die Beziehung zwischen Personen im frühen Erwachsenenalter und ihren Eltern. Das Projekt gründet sich auf die individuationstheoretische Konzeption zur Beziehungsentwicklung zwischen Eltern und Kindern, wonach die Beziehung stabil durch hohe emotionale Verbundenheit geprägt ist. Zugleich wird postuliert, dass mit Beginn der Adoleszenz die Partnerschaftlichkeit zwischen Eltern und Kind zunimmt, so dass die Beziehung im Erwachsenenalter in einen Zustand von gleichberechtigter Symmetrie mündet. Im Projekt sollen diese Annahmen geprüft werden. es wird weiter gefragt, welche Faktoren zu einer Umgestaltung der Beziehung führen, wobei insbesondere an biographische Übergänge, wie den Berufseintritt oder die Elternschaft des Kindes, zu denken ist. Dazu wurden von "Kindern" und Eltern relevante Beziehungsmerkmale in Verbindung mit potenziellen Beziehungsdeterminanten und -folgen erfragt. Um Mechanismen der Beziehungveränderung zu untersuchen, wurden zudem Tagebuchdaten erhoben und verbale Interaktionen beobachtet. Das an sich querschnittliche Vorgehen wurde mit einer kurzen Längsschnittstudie an dem entwicklungsrelevanten Übergang vom Studium in den Beruf kombiniert. Die Auswertungen bestätgen, das die Eltern-Kind-Beziehung auch im Erwachsenenalter noch Veränderungen unterworfen ist. Diese betreffen zum einen den erwarteten Zuwachs an Symmetrie, zum anderen aber auch Varianz in der Verbundenheit. So nimmt mit dem Übergang in den Beruf die Affektivität zu, die Konflikthaftigkeit ab. In den Tagebuch-Daten zeigen sich vielfältige Formen sozialer Unterstützung in Intergenerationenbeziehungen, die in Zusammenhang mit der durch die Kinder und Eltern erlebten Individuationsmerkmalen gesetzt werden.

In Weiterentwicklung des Projekts soll die intergenerationale Unterstützung von erwachsenen Kindern an ihre Eltern, sowie die Phase des Emerging Adulthood, des beginnenden Erwachsenenalter, untersucht werden.

Kategorie(n):
Geschlechtertheorien, Lebenslagen/Lebensformen, Psychologie/Pädagogik

Laufzeit:
1999 - 2004

Finanzierung:
DFG