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Sängerinnen und Sängerinnen-Bilder. Studien zur Berufs- und Mentalitätsgeschichte

Leitung

Prof. Dr. Rebecca Grotjahn

Netzwerkprofessur
Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Genderforschung – Musik von Frauen

Hochschule für Musik Detmold
Fakultät für Kulturwissenschaften

Kurzbeschreibung

Ziel des Projektes ist es, die Rolle der Sängerin für das kulturelle Leben des 19. Jahrhunderts zu beschreiben. Es geht dabei weniger um Einzelfälle, deren Biographien und Laufbahnen, denn um die Sängerin als soziale Rolle und mentalitätsgeschichtliches Phänomen. Untersucht wurden zunächst die Vorstellungen, Bildern, Klischees und Mythen, die sowohl die Rezeption als auch das Selbstverständnis der Sängerin prägen. Eine zweite Untersuchungsphase widmete sich der Einschätzung der Stimme und des Singens, wobei ein Zusammenhang zwischen den Wandlungen im Bereich des Kunstgesanges und dem Geschlechterdiskurs erkannt wurde: Das Singen wird in die Neukonstruktion des Geschlechtskörpers, wie sie seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert zu beobachten ist, integriert. Ein drittes Themenfeld der Studien bezieht sich auf den Star-Charakter der Sängerin. Auf der Basis kulturwissenschaftlicher Theorien – die ihrerseits die Geschichte des Stars in der Regel erst im 20. Jahrhundert beginnen lassen wollen – wurde die These erarbeitet, dass es Sängerinnen des 19. Jahrhunderts sind, mit denen die Geschichte des Star-Phänomens beginnt.

Kategorie(n):
Geschichte/Frauenbewegung, Körper/Gesundheit/Sport, Kultur/Philosophie/Theologie, Politik/Recht/Gesellschaft

Laufzeit:
2001 - 2003

Finanzierung:
DFG (2001–2004) Sophie Drinker Institut für musikwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung Bremen (2005)