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Evaluation des SeniorInnenstudiums an der Bergischen Universität Wuppertal Replikationsstudie

Leitung

Prof. (i. R.) Dr. Felizitas Sagebiel

Assoziierte Professur
Pädagogik

Bergische Universität Wuppertal
FB G

MitarbeiterIn(nen)

Jennifer Dahmen-Adkins
Tim Ebel

Kurzbeschreibung

Die Studie basiert auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts „Der Beitrag des Seniorenstudiums zur Neubestimmung ehrenamtlicher Tätigkeiten von älteren Frauen“, das von 1997 bis 1999 vom Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert wurde und von Dr. Felizitas Sagebiel geleitet wurde. Seit der ersten Studie waren 5 Jahre verstrichen; deshalb lag das besondere Forschungsinteresse darin begründet, herauszufinden, ob und wie sich die Kohorte der älteren Bildungsinteressierten in der Bergischen Universität Wuppertal verändert hat, insbesondere unter der Fragestellung der Veränderung von 1999 gefundenen Geschlechterdifferenzen im Studienverhalten und bezüglich der Erfahrungen mit dem Studium. 

Gab es in der ersten Untersuchung noch eine klare Trennung zwischen 60% Hausfrauen und 36% Frauen mit männlich strukturierten Normalarbeitsverhältnissen, so war nun zu fragen, ob sich die Erwerbsbiographien von Seniorstudentinnen und Seniorstudenten 5 Jahre nach der ersten Erhebung stärker angeglichen haben. Waren die Studienmotivation, die Studiendurchführung und die Hindernisse für ein Studium 1999 geschlechtstypisch unterschiedlich und erforderten didaktisch-methodisch sowie inhaltlich andere Zugänge, so ist nun die Frage, ob das Studierverhalten zwischen den Geschlechtern aufgrund der angeglichenen Lebensverhältnisse sich ebenfalls angeglichen hat.  

Neu aufgenommen wurden Fragen zur Einschätzung des Vereins zur Förderung des Studiums im Alter als Interessenvertretung der Studierenden im SeniorInnenstudium.

Im Vergleich zur ersten Studie zeigen die Ergebnisse der aktuellen Evaluation, dass Persönlichkeitsveränderungen bedingt durch die Studienaufnahme bei beiden Geschlechtern ausgeprägt sind – aber in unterschiedlichen Richtungen. Frauen reflektieren stärker ihre Geschlechterrolle durch die wissenschaftliche Weiterbildung im Alter, zusätzlich steigt ihr Selbstbewusstsein und die Selbständigkeit. Männer hingegen erfahren durch das Studium einerseits ihre Grenzen, werden aufgeschlossener und andererseits stärker verunsichert in Bezug auf frühere Werte. Die (sozial-) wissenschaftliche Seite des Studiums unterstützt dabei die Prozesse der Persönlichkeitsveränderung und Interessenbildung sehr stark. Der Beitrag des SeniorInnenstudiums zur intergenerationellen Verständigung zwischen Regel- und Seniorenstudierenden wurde von den Befragten wiederum bestätigt.

Kategorie(n):
Bildung und Wissenschaft, Geschlechtertheorien

Laufzeit:
01.11.2004 - 01.12.2005

Finanzierung:
SeniorInnenstudium – FB Bildungswissenschaften