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New Public Management und Geschlechterverhältnisse Eine Analyse zum qualitativen Wandel des Staates

Leitung

Prof. Dr. Birgit Riegraf

Assoziierte Professur
Allgemeine Soziologie

Universität Paderborn
Fakultät für Kulturwissenschaften

Kurzbeschreibung

In nahezu allen OECD-Ländern sind seit den achtziger Jahren grundlegende Reformprozesse in den öffentlichen Sektoren zu beobachten, die unter das Schlagwort ‚New Public Management' subsumiert werden. Hinter den Veränderungsprozessen verbirgt sich ein qualitativer Bruch mit den Organisations- und Steuerungsformen der Wohlfahrtsstaaten der Nachkriegszeit. Angesichts veränderter Rahmenbedingungen in den OECD-Ländern (Stichworte sind: Globalisierung, restriktive ökonomische Umfeldbedingungen oder eine Ausdifferenzie-rung von Gesellschaft) stoßen die bisherigen Organisations- und Steuerungsprinzipien der westlichen Industriestaaten an ihre Grenzen. Unter dem Schlagwort ‚New Public Manage-ment' setzen Suchprozesse nach veränderten Organisations- und Steuerungsmuster ein. Damit wandelt sich auch das Verhältnis von "(Wohlfahrts)Staat und Geschlecht" der Nachkriegszeit grundlegend. Das Staatsmodell der Nachkriegszeit beruhte zwar auf einem spezifischen Geschlechtermodell, machte aber zugleich staatliche Interventionen im Sinne von Gleichstellungspolitik möglich. Letztere geraten durch die Einführung des New Public Managements unter massiven Begründungszwang.In dem Projekt wird der qualitative Wandel staatlicher Organisations- und Steuerungsmuster der Nachkriegszeit unter einer Geschlechterperspektive vergleichend betrachtet und diskutiert.

Kategorie(n):
Politik/Recht/Gesellschaft

Laufzeit:
1995 - 1998

Finanzierung:
Universitätseigene Mittel