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Von der direkten zur indirekten sozialen Schließung – Zur Reproduktion asymmetrischer Geschlechterverhältnisse in mathematischen-naturwissenschaftlichen und technischen Fächern an Hochschulen

Leitung

Dr. Anina Mischau

Universität Bielefeld

MitarbeiterIn(nen)

Jasmin Lehmann und Sonja Neuß (wissenschaftl. Mitarbeiterinnen) Kerstin Petersen (wiss. Hilfskraft) Michele Oberle (stud. Hilfskraft)

Kurzbeschreibung

Das Geschlechterverhältnis im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem ist nach wie vor durch eine horizontale und vertikale Ungleichheit zu charakterisieren, wobei sich offensichtlich asymmetrische Geschlechterverhältnisse in mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen bis heute hartnäckiger halten, als in anderen Disziplinen. In dem Forschungsprojekt wird - ausgehend von der Habitus-Feld-Konzeption von Pierre Bourdieu - den Fragen nachgegangen, welche Faktoren zur Reproduktion dieser Geschlechterverhältnisse beitragen und inwieweit diese Reproduktion als ein bis heute anhaltender Prozess der sozialen Schließung beschrieben werden kann, der vor allem auf den mittleren Status- bzw. Qualifikationsebenen an Hochschulen wirksam wird. Ausgangsthese ist, dass die Reproduktion asymmetrischer Geschlechterverhältnisse durch das Wechselspiel zwischen den institutionellen Rahmenbedingungen an Hochschulen und der männlichen Kultur der mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen einerseits und den Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungsmustern der Akteure (Männer und Frauen) andererseits erklärbar wird. Im Vordergrund stehen daher nicht allein objektive strukturelle Momente von sozialer Schließung, sondern auch die auf der subjektiven Ebene wahrgenommenen Schließungsmechanismen bzw. -prozesse. Im Projekt wird: 1. Eine quantitative Online-Befragung durchgeführt. Zielgruppe der Erhebung sind Frauen und Männern des wissenschaftlichen Mittelbaus an Universitäten aus folgenden Disziplinen: Mathematik, Chemie, Physik, Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Darüber hinaus werden Frauen aus diesen Disziplinen befragt, die nach der Promotion die Hochschule verlassen haben. 2. Eine qualitative Erhebung wird durchgeführt in Form von (ca. 90) teilstrukturierten Leitfadeninterviews mit VertreterInnen der bereits in der Online-Befragung integrierten Zielgruppen.

Kategorie(n):
Bildung und Wissenschaft

Laufzeit:
01.11.2004 - 30.09.2006

Finanzierung:
Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des HWP-Programms