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Treu bis in den Tod

Afrikanische Askari im populären Diskurs in Deutschland ab 1890

Leitung

Prof. (i.R.) Dr. Heike Behrend

Netzwerkprofessur
Geschichte und Kulturen Afrikas mit besonderer Berücksichtigung des Geschlechterverhältnisses

Universität zu Köln
Philosophische Fakultät

MitarbeiterIn(nen)

Marianne Bechhaus-Gerst Stefanie Michels

Kurzbeschreibung

Im Zentrum des Projektes stehen die historischen Veränderungen des kollektiven Gedächtnisses der Deutschen in Bezug auf die afrikanischen Soldaten in deutschen Kolonialarmeen von 1889 bis heute. Hier setzt die Aufarbeitung von Genese, Wandel und Funktion dieses Topos' in verschiedenen Medien an: Neben Text liegt hier die Aufmerksamkeit auf visuellen Massenmedien wie Fotografie, Postkarte und Film und damit der sinnlich-medialen Steigerung und der damit einhergehendend Kanonisierung des Bildes der afrikanischen Soldaten als „treuem Askari“. Die inhaltliche Verengung in populären Diskursen der BRD beginnt aktuell aufzubrechen. Die neue Verortung des Askari-Mythos in diesem Feld stellt den zeitlichen Endpunkt der Untersuchung dar. Die transnationale Öffnung der Untersuchung durch die Einbeziehung afrikanischer Perspektiven machen weitere Ambivalenzen, Verschiebungen, Konkurrenzen und Widersprüche innerhalb der Erinnerungstopographie sichtbar und schließt an Debatten über die Kosmopolitisierung der Erinnerung und die Ethik des Erinnerns an.

Kategorie(n):
Kultur/Philosophie/Theologie

Laufzeit:
1999 - 2003

Finanzierung:
DFG-Projekt