Call for Abstracts: Jahrestagung des Netzwerk Frauen-und Geschlechterforschung NRW "Wer wird wie alt? Interdisziplinäre Perspektiven auf Alter und Geschlecht“

Am 13. November 2026 findet die Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW an der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen) zum Thema "Wer wird wie alt? Interdisziplinäre Perspektiven auf Alter und Geschlecht“ statt. Die Frage, wer unter welchen Bedingungen wie alt wird, steht aktuell im Zentrum weitreichender gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, die neben Wirtschaft und Politik, auch in Bereichen wie Kunst, Literatur oder Musik bearbeitet werden. „Die alternde Gesellschaft“ fordert soziale Sicherungssysteme und Generationengerechtigkeit heraus. Alter und Geschlecht wirken nicht unabhängig voneinander, sondern sind in vielfältiger Weise miteinander verflochten: Indem Alter Übergänge im Lebensverlauf organisiert, Erwartungen an Verantwortung, Teilhabe und Selbstständigkeit ordnet sowie Erfahrungen, Leistungsfähigkeit oder Verletzlichkeit mit gesellschaftlichen Bewertungen verbindet, ist es strukturell vergeschlechtlicht und vergeschlechtlichend. Die Jahrestagung nimmt diese Entwicklungen und Auslassungen zum Anlass, um Alter(n) und Geschlecht als miteinander verflochtene gesellschaftliche, symbolische Ordnungen und Prozesse zu untersuchen. Ziel ist es, unterschiedliche disziplinäre Perspektiven zusammenzuführen und danach zu fragen, wie diese Kategorien in Wissenschaft, Politik, Kultur und institutioneller Praxis hervorgebracht, modelliert, dargestellt und kritisch reflektiert werden. Das Abstract soll eine Kurzbeschreibung des 20-minütigen Vortrags für die Jahrestagung darstellen und kann bis zum 12. Juni 2026 eingereicht werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem CfA.

Abgabe bis 12.06.2026 |

CfP: Zeitschrift "Femina Politica"

"Was heißt und zu welchem Ende betreiben wir feministische Politikwissenschaft? Reflexion und kämpferische Blicke nach vorn" (Arbeitstitel)

Im Jahr 2027 feiert die „Femina Politica“ ihr dreißigjähriges Bestehen. Als einzige deutschsprachige Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft analysiert und kommentiert sie aus einer Geschlechterperspektive politikwissenschaftliche und aktuelle politische Themen. Anlässlich dieses Jubiläums soll mit Hilfe eines Call for Papers auf vielfältige Weise reflektiert werden, was feministische Politikwissenschaft ausmacht und Geschichte(n), Erkenntnisse und Zukunftsvisionen feministischer Politikwissenschaft als emanzipatorische Wissenschaft sichtbar machen. Erwünscht sind zunächst ein- bis zweiseitige Abstracts bis zum 15. Juni 2026. Auf Basis der Abstracts wird die Redaktion bis zum 6. Juli 2026 zur Einreichung von Beiträgen bis zum 30. September 2026 einladen.

Weitere Informationene entnehmen Sie dem CfP.

Abgabe bis 15.06.2026 | Papersprache deutsch und englisch

CfP: Diaspora und Exil aus postmigrantischer Perspektive: philosophisch, sozialkritisch, (queer)feministisch analysiert

Der Workshop vom 12. bis 13. November 2026 wird sich aktuellen philosophischen, sozialkritischen und (queer)feministischen Perspektiven auf Diaspora und Exil widmen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach postmigrantischen sozialen Beziehungen, diasporischen Netzwerken, Zugehörigkeit, Care-Arbeit, politischer Organisierung, Solidarität und Widerstand in gegenwärtigen Exil- und Diasporakontexten. Es wird zur Einreichung von Vorschlägen für 25-minütige Beiträge eingeladen.

Weiter Informationen entnehmen Sie dem CfP.

Abgabe bis 20.06.2026 |

CfP: Österreichisches Jahrbuch für Soziale Arbeit – Annual Review of Social Work and Social Pedagogy in Austria

"Aufarbeitung von Gewalt und ihren Folgen unter Einbezug unterschiedlicher Perspektiven. Zur Aushandlung von Verantwortung in komplexen sozialen Prozessen"

Seit einigen Jahren wird im Fachdiskurs der Sozialen Arbeit und in der Öffentlichkeit intensiv über (sexualisierte) Gewalt in Institutionen debattiert: Es waren die Betroffenen selbst, die ihre Erfahrungen von Gewalt unter intensiver Anstrengung gegen viele Widerstände, oft mit Scham und Stigmatisierung verbunden, in die öffentliche Debatte und in den Fachdiskurs einbrachten (z.B. Dehmers, 2011; Schlingmann, 2015). Dies tun sie bis heute weiterhin. Es folgten (unzureichende) Versuche, die Aufarbeitung nicht auf Finanzielles zu reduzieren, sondern auch Formate des Gehört-Werdens zu schaffen, die Anerkennung des Leids und des Unrechts sowohl individuell als auch kollektiv zu ermöglichen, das kommunikative Gedächtnis zu erweitern (Loch 2026) und die Grundlage für gewaltpräventive Einrichtungskulturen (Caspari, 2021) zu schaffen. Diese Auseinandersetzungen führten u.a. zur Etablierung von Gewaltschutzkonzepten in Organisationen des Sozial- und Bildungswesens, zur Sensibilisierung gegenüber epistemischer Gewalt sowie zur Suche nach gleichberechtigten Formen der Einbindung ehemals von Gewalt betroffener Menschen in die unterschiedlichen Ebenen gesellschaftlicher Aufarbeitung.

Aufarbeitung beinhaltet herausfordernde Prozesse! Die Offenlegung von Gewalt geschieht gegenwärtig im Spannungsverhältnis zwischen veränderten gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten insbesondere für gewalterfahrene Menschen und beharrlichen Machtkulturen, die die Dynamiken der Tabuisierung von Gewalt, von Geheimnismanagement und Machtmissbrauch bestimmen. Dies geht vielfach mit der Einschränkung und Infragestellung der Stimmen von gewalterfahrenen Menschen einher. Unter diesen Bedingungen erfordert Aufdeckung die Herstellung von Räumen zum Sprechen über Gewalterleiden, die Bereitschaft zum Hören des Gesagten und die Anerkennung von Betroffenenwissen als Grundlage für institutionelle Verantwortungsübernahme sowie machtsensible Gesellschaftsentwicklung.

Bislang besteht nur begrenztes Wissen darüber, wie Ergebnisse von Aufarbeitungsprozessen weiterverarbeitet werden (vgl. Mehrick 2026) und welche Folgen sich daraus für Institutionen, Professionen und insbesondere für von Gewalt betroffene Personen ergeben. Auch bleibt vielfach offen, wie sich Dynamiken von Aufdeckung und Verdeckung langfristig auf fachliche, organisationale und gesellschaftliche Entwicklungen auswirken.

Vor diesem Hintergrund laden die Herausgeber*innen zu wissenschaftlichen Beiträgen, gerne auch in Form von gemeinsamen Beiträgen von Forschenden (mit und ohne eigene Betroffenheit) und an Aufarbeitungsprozessen beteiligten Betroffenen sowie Erfahrungsberichten ein. Mögliche Fragestellungen sind: 

  1. Welche Machtverhältnisse zeigen sich in der gegenwärtigen Aufarbeitung?  Welche Perspektiven, Interessen und Ziele sind mit der Aufarbeitung verbunden? Wie werden diese in persönlichen Erfahrungen konkret erlebt?

  2. Inwiefern sind Betroffene an Aufarbeitungsprozessen beteiligt, welche Erfahrungen machen sie im Spannungsfeld von Anerkennung und erneuter Marginalisierung? 

  3. Wie wird in der (Fach-)Öffentlichkeit mit den Ergebnissen der Aufarbeitung umgegangen, und welche Dynamiken von Sichtbarkeit und erneuter Verdeckung, Diffamierung, Delegitimierung, (juristischen) Drohungen oder institutionellem Druck lassen sich beobachten?

  4. Inwieweit geraten Aufarbeitungsprozesse selbst in das strafrechtliche Visier (Polizei, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen) und wie reagieren beteiligte Organisationen auf die daraus entstehenden Konflikte, Unterstützungsbedarfe und Schutzanforderungen? 

  5. Welche Verständnisse von Verantwortung entstehen im Zuge kooperativer Aufarbeitung?

  6. Welche Konzepte und methodologischen Grundlagen der Aufarbeitung gibt es und inwiefern berücksichtigen sie Dynamiken der Aufdeckung und Verdeckung?

Darüber hinaus sind Beiträge, die (a) kontextübergreifende empirische Befunde aus Forschungsprojekten vorstellen, (b) theoretisch-konzeptuelle Überlegungen anstellen, oder (c) historische oder gegenwärtige Entwicklungen in verschiedenen Feldern der Sozialen Arbeit beschreiben und diskutieren, gern auch entsprechende Erfahrungsberichte zu einzelnen, im Call genannten Bereichen erwünscht. Die Erfahrungsberichte unterliegen keinem peer-review-Verfahren und können ggf. unter Pseudonym veröffentlicht werden. Bei Rückfragen und Klärungsbedarfen wenden Sie sich gerne an die angegebene E-Mail-Adresse oejs[at]plus.ac.at.

Organisatorisches:

Neben Perspektiven auf Entwicklungen in Österreich sind internationale Beiträge und vergleichende Zugänge erwünscht. Deadline für deutsch- oder englischsprachige Abstracts (3.000 bis 4.000 Zeichen) ist der 26.06.2026. Eine Rückmeldung– d.h. Aufforderung zur Einreichung eines Beitrags oder Ablehnung – erfolgt bis Ende Juli 2026. Die vollständigen Artikel sind bis 15.01.2027 abzugeben. Die allgemeinen Beiträge sowie die Beiträge im Schwerpunkt können bis zu 50.000 Zeichen umfassen (inkl. Leerzeichen und Literatur). Für Buchrezensionen sind 10.000 Zeichen vorgesehen. Die Richtlinien finden Sie unter: www.uni-salzburg.at/oejs. Abstracts bitte an die Redaktion: oejs[at]plus.ac.at.

Abgabe bis 26.06.2026 | Papersprache deutsch und englisch

Call for Papers der Zeitschrift GENDER

Gleichstellungsstrategie ,,Frauen in MINT‘‘ – Diskurse, Praxen, Narrative

Seit den 1990er-Jahren ist die Programmatik „Frauen in MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ein zentraler Bestandteil gleichstellungspolitischer Strategien in Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft. Schon länger mehren sich kritische Reflexionen hinsichtlich der Gleichstellungstrategien in MINT-Fächern, in jüngerer Zeit verstärkt aus intersektionalen, queerfeministischen sowie post- und dekolonialen Perspektiven. Eingeladen sind theoretische, empirische und praxisreflexive Beiträge, die bestehende neoliberale Exzellenz-, Förder- und Verwertungslogiken kritisch untersuchen und institutionelle wie wissenspolitische Alternativen diskutieren.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem CfP.

Abgabe bis 28.06.2026 | Papersprache deutsch und englisch

CfP: "Repräsentationen und Re-Präsentationen von Sexarbeit"

Erster Band der neuen Schriftenreihe "Studien zu Sexarbeit und Prostitution | Studies on Sex Work and Prostitution”

Der inter- und transdisziplinär angelegte Sammelband lädt dazu ein, das Themenfeld der Repräsentation von Sexarbeiter:innen und Sexarbeit aus historischer, gegenwärtiger und utopischer Perspektive zu beleuchten. Sexarbeit ist ein gesellschaftspolitisch polarisierendes Feld: Öffentliche Debatten, wissenschaftliche Diskurse und politische Regulierungen sind oft von emotionalisierenden Zuschreibungen, moralischen Bewertungen und vereinfachenden Repräsentationsansprüchen geprägt, welche die vielfältigen Lebens- und Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter:innen überlagern – ob durch feministische Kontroversen, mediale Skandalisierungen oder ästhetische Stilisierungen. Diese Repräsentationen manifestieren sich in sozialen Ordnungen und Moralvorstellungen, Regulierungen und Gesetzen sowie Diskursen, Narrativen, visuellen Figurationen und Assoziationen in Medien, Politik, Wissenschaft und künstlerischen Darstellungen. Begleitet werden sie von versteckter Neugier, starken Gefühlen sowie von Formen der Moralpolitik. Daraus resultierende Stigmatisierungen, Kriminalisierungen, Diskriminierungen sowie stereotype - visuelle und diskursive - Vereinheitlichungen prägen bis heute die Lebensrealitäten vieler Sexarbeiter:innen. Es sind Beiträge in deutscher, englischer und spanischer Sprache für den Sammelband möglich. 

Weitere Informationen entnehmen sie dem CfP.

Abgabe bis 15.07.2026 | Papersprache deutsch und englisch

Call for Papers für das Jahrbuch erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung 2028 (Band 24)

„Umstrittene Erkenntnisweisen und die Macht der Episteme - Reflexionen (in) der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung“

Mit dem Call für das Jahrbuch 2028 machen wir die Frage der Erkenntnisweisen und die machtvollen Ordnungen des Epistemischen zum Thema geschlechtertheoretischer Reflexion. Im Sinne einer ‚Geschichte der Problematisierungen‘ laden wir dazu ein, wissenschaftspolitische, erkenntniskritische und methodologische Auseinandersetzungen in der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung zu verschiedenen Zeitpunkten aufzuspüren, diese auf ihre Potenziale und Grenzen (im jeweiligen historisch-gesellschaftlichen Kontext) hin zu untersuchen und das ‚Uneingelöste‘ darin zu rekonstruieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

Abgabe bis 31.07.2026 | Papersprache deutsch

CfP: Special Issue in Gender, Work & Organization

Issue “Gendered Practices at Work: (Un)intended Consequences Across Organizations and Markets”

This call for submissions to the special issue in Gender, Gender, Work & Organization—a leading platform for amplifying diverse voices and reshaping intellectual spaces—seeks to explore how gendered practices are used or misused, and what consequences they have within organizations and markets. Conceptual, empirical, and methodological papers that address (but are not limited to) the following themes are welcomed:

Further Information can be found on the Website.

Abgabe bis 31.01.2027 | Papersprache englisch