Gender-Report NRW

Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen

Die Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW erstellt im Dreijahresrhythmus den Gender-Report. Der Report umfasst drei aktuelle Teilstudien zu Geschlechter(un)gerechtigkeit an den Hochschulen in NRW: Neben der Fortschreibung der Analyse hochschulstatistischer Daten mit Schwerpunkt NRW (Teil A) und der Gleichstellungspraktiken an den Hochschulen in NRW (Teil B) wird jeweils eine Studie zu einem wechselnden Schwerpunktthema durchgeführt (Teil C).

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Gender-Reports.

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Gender-Report 2019

Hochschulentwicklungen, Gleichstellungspraktiken, Gender Gap in der Hochschulmedizin

Der Gender-Report 2019 umfasst drei Projektbereiche:

Teil A:   Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen
             Hochschulen – Daten, Strukturen, Entwicklungen

Teil B:   Gleichstellungspolitische Interventions- und Steuerungsmaßnahmen

Teil C:   Gender Pay Gap an den Hochschulen in NRW

In Teil A wird die Geschlechter(un)gerechtigkeit an den Hochschulen anhand verschiedener Indikatoren gemessen und verglichen. Wie sind Frauen und Männer auf die Statusgruppen verteilt (vertikale Segregation)? Welche Geschlechterungleichheiten werden sichtbar, wenn man die Fächergruppen betrachtet (horizontale Segregation)?

Jahresaktuelle Genderdaten zu den Hochschulen in NRW finden Sie in unserem Statistikportal.

Im Teil B werden schwerpunktmäßig die gleichstellungspolitische Interventions- und Steuerungsmaßnahmen analysiert. Die Auswertung bezieht sich u.a. auf die geschlechtergerechte Gremienbesetzung, die Gleichstellungsquote und Kinderbetreuungsangebote.

Der Teil C des Gender-Reports umfasst den Forschungsschwerpunkt "Gender Pay Gap an den Hochschulen in NRW".

Der Gender Pay Gap, der nach wie vor existierende Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern, bildet einen wesentlichen Markierungspunkt struktureller Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Auch auf Hochschulebene macht sich die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern bemerkbar. Darauf verweist nicht nur der nach wie vor abnehmende Frauenanteil auf den höheren W-Besoldungsstufen. Erste Untersuchungen stellen auch die Ungleichheiten innerhalb einer Besoldungsstufe heraus, die bislang weitgehend intransparent waren. Aktuelle Zahlen belegen für niedersächsische Hochschulen insbesondere im Hinblick auf die Leistungsbezüge (Zulagen) bei W3-Professuren einen deutlichen Gender Pay Gap (38 %). Untersuchungen speziell zu nordrhein-westfälischen Hochschulen stehen noch aus. Hier setzt der Gender-Report 2019 an. Neben einer quantitativen Auswertung der Lohnunterschiede auf den einzelnen Besoldungsstufen werden verschiedene Fragestellungen verfolgt: Was sind die Ursachen für den Gender Pay Gap an den Hochschulen Nordrhein-Westfalens? Welche Rolle spielen dabei (gleichstellungs-)politische Maßnahmen und gesetzliche Vorgaben? Wie gestaltet sich der Gender Pay Gap in einer statusgruppenspezifischen Betrachtung? Hier ist es wichtig, neben dem wissenschaftlichen Personal auch den Bereich der MitarbeiterInnen in Technik und Verwaltung mit seinen – so zeigt der Gender-Report 2016 – hochgradig geschlechtersegregierten Berufsfeldern einzubeziehen. Nicht zuletzt ist es interessant, nach Hochschulart zu unterscheiden: Gibt es Unterschiede zwischen Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen, was die Entgelt-Differenzen zwischen Männern und Frauen betrifft? Der Gender-Report 2019 wird somit eine umfassende Untersuchung zum Gender Pay Gap an den Hochschulen in NRW liefern und abschließend Handlungsempfehlungen formulieren.

Der Gender-Report wird Ende des Jahres 2019 veröffentlicht.

Projektleitung Gender-Report 2019

Dr. Beate Kortendiek